Nähe - zwischen großer Angst und Sehnsucht
Vorsicht
Meine Sehnsucht hat wieder
einen Namen der mich anfüllt
mit Glück und Schmerz.
Dabei hat sich nichts merklich geändert
Ich geh durch die Tage lächelnd
wie er durch mich geht
mit seinem Geruch seiner Stimme
seiner Gestalt die mein Verlangen prägt
seinem Leib der den meinen ganz und gar umkleidet
Ich versuche mit aller Kraft
nicht zu sagen
Komm oder Geh oder Bleib.
Heinz Kahlau
Wozu uns Beziehungen herausfordern
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29.01.- 01.02.2026
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Wozu uns Beziehungen herausfordern * 29.01.- 01.02.2026 *
Die Sehnsucht nach Nähe – und der reflexhafte Rückzug
Viele Menschen erleben ein inneres Spannungsfeld: tiefes Verlangen nach Nähe auf der einen Seite, Angst vor Verletzung auf der anderen. Sehnsucht und Schutzmechanismus stehen im ständigen Wechselspiel. Du willst Nähe, aber sobald dich dein/e Partner*in verletzt, ziehst du dich zurück. Dieses Muster ist normal – und es hat Gründe. Sie liegen sie in früheren Erfahrungen: Unsicherheiten, Vernachlässigung oder Verletzungen, die wir irgendwann nicht mehr gespürt, sondern gelernt haben, uns zu schützen. Manchmal entsteht daraus eine Form von Bindungs- oder Berührungsangst.
Jede Beziehung wird uns mit unserer spezifischen Angst vor Nähe konfrontieren. Angst den anderen zu verlieren, Angst uns selbst zu verlieren, Angst vereinnahmt zu werden oder Angst vor Übergriffen und Grenzüberschreitung. Doch es ist möglich unsere alten Wunden zu heilen und uns in uns sicher zu fühlen. Raum in uns zu schaffen für all die Gefühle hochkommen, wenn wir keine Mauern hochziehen um den anderen auf Abstand zu halten oder wenn wir beginnen unsere Grenzen zu kommunizieren.
Typische Anzeichen von Näheangst
* Rückzug, wenn Beziehungen enger werden
* Gefühl von Einengung oder Kontrollverlust
* Misstrauen gegenüber anderen
* Überbetonte Unabhängigkeit
* Unbewusstes Sabotieren sicherer Beziehungen
* Schwierigkeiten, Gefühle auszudrücken
* Tiefe Angst vor Ablehnung
*Wunsch den Anderen zu kontrollieren
Wie du echte Nähe zulässt
Echte Nähe entsteht nicht, wenn du keine Angst mehr hast – sondern wenn du lernst, trotz der Angst offen zu bleiben.
Das beginnt mit einem freundlichen Blick auf dich selbst: Du darfst Angst haben. Du darfst vorsichtig sein. Und du darfst trotzdem mutige Schritte gehen. Vielleicht ist es ein ehrlicher Satz. Vielleicht ein verletzlicher Moment.
Vielleicht ein „Ich liebe dich“, das du schon lange sagen wolltest.
Wir werden uns in diesem Seminar mit verschiedenen Aspekten von gelingenden Beziehungen auseinandersetzen. Da gute Beziehungen für ein erfülltes reiches Leben unabdingbar sind, geht es uns alle etwas an. Egal ob du in einer Partnerschaft bist, oder nicht. Auch Freundesbeziehungen sind Beziehungen und auch hier können wir Nähe erleben und genauso Angst und Verletzungen erleben.
In einem ersten Schritt werden wir im Seminar:
dir helfen, deine Ängste und Beziehungsmuster zu identifizieren und besser zu verstehen
mittels Übungen einen sicheren Raum zum Spüren der vielfältigen Beziehungsgefühle bereitstellen,
Schritt für Schritt lernen, wie wir der Angst näher kommen, sie fühlen und halten lernen können
In einem zweiten Schritt werden wir uns mit gelingenden Beziehungen auseinandersetzen:
Beziehungsdynamiken / Machtkämpfe in Beziehungen
Was tun bei Konflikten?
Wieder zusammenfinden nach Verletzungen / Beziehung reparieren
Bei all der Angst - Warum sich die Liebe dennoch lohnt
Wenn wir uns tief auf eine Beziehung einlassen werden wir ganz sicher mit Verletzungen, Ängsten, Unsicherheiten, Scham, Verlustangst und Verlassenheitsgefühlen konfrontiert werden. Doch auch ohne den anderen sind diese Schichten in uns vorhanden und bestimmen unbewusst unser Leben. Mit unserem Partner, unserer Partnerin kommen sie ans Licht.
Wir werden uns selbst näher kommen, wenn wir anderen näher kommen.
In der Liebesbeziehung gibt es die Momente von unmittelbarer Begegnung, wenn alle Abwehrmechanismen ruhig sind, wenn wir ganz pur, einfach da sind. Ich und du, ganz und gar unverstellt. Ein Sehen und Gesehen werden, was dir den Atem raubt. Überwältigend und still gleichzeitig.
Und dann gibt es die Momente des Getrenntseins, das viele fürchten. Doch können wir erst frei und ganz in Beziehung sein, wenn wir auch alleine sein können.
Jede Beziehung wird uns mit unserer spezifischen Angst vor Nähe konfrontieren. Angst den anderen zu verlieren, Angst uns selbst zu verlieren, Angst vereinnahmt zu werden oder Angst vor Übergriffen und Grenzüberschreitung. Doch es ist möglich unsere alten Wunden zu heilen und uns in uns sicher zu fühlen. Raum in uns zu schaffen für all die Gefühle hochkommen, wenn wir keine Mauern hochziehen um den anderen auf Abstand zu halten oder wenn wir beginnen unsere Grenzen zu kommunizieren
Dieses Seminar ist für Paare und Einzelpersonen, die ohne Partner kommen oder sich eine Partnerin wünschen. Jeder ist willkommen, der sich mit der Liebe zu sich selbst und zu Anderen tiefer auseinandersetzen möchte.
29.1.-1.2.2026, 420€
Beginn 12 Uhr - Ende Sonntag 14 Uhr
Seminarhaus Windschnur/ Pittenhart/ Bayern
je nach Kategorie ab 30€/Nacht, Camper 15€/Nacht
Vollpension etwa 140€
Warum ist’s manchmal so schwer zu lieben – und warum es sich lohnt
Wir alle wünschen uns tiefe Verbindungen. Doch kaum etwas fordert uns so sehr heraus wie Nähe – emotional wie körperlich. Viele Menschen bereuen am Ende ihres Lebens vor allem eines: dass sie ihre Liebe zu selten gezeigt haben. „Ich hätte viel öfter ‚Ich liebe dich‘ sagen sollen“ – dieser Satz taucht immer wieder auf, wenn Menschen zurückblicken.
Verpasste Chancen sind schmerzhafter als Zurückweisungen
Oft erkennen wir erst spät, wie wertvoll echte Nähe ist. Viele bereuen, ihre Partner*innen vernachlässigt zu haben oder Beziehungen nicht ausreichend gepflegt zu haben. Manchmal führte diese Distanz zu Trennungen, die man später gern verhindert hätte.
Andere tragen ein Leben lang ein leises „Was wäre gewesen, wenn …?“ mit sich herum: Sie haben nie gewagt, ihre Gefühle zu gestehen – aus Angst vor einem „Nein“. Dabei hätte selbst eine Zurückweisung mehr Klarheit gebracht als lebenslange Ungewissheit. Das ungesprochene Gefühl wirkt oft stärker nach als eine erlebte Ablehnung.
Was glückliche Beziehungen gemeinsam haben
Menschen mit erfüllten Beziehungen folgen oft ähnlichen Prinzipien:
1. Weniger, aber tiefere Beziehungen
Wenige Beziehungen – dafür echte, tragende Verbindungen.
2. Du sprichst aus, was du fühlst
Besondere Worte wie ein „Ich liebe dich“ hat Platz, darf sein, wenn du es fühlst. Du wartest nicht auf den perfekten Moment.
3. Akzeptanz & Bereitwilligkeit zu Reparieren
Menschen akzeptieren, wie sie sind. Und Fehler einordnen können, ohne sie als böse Absicht zu deuten.
4. Du bist freundlich zu dir selbst
Du behandelst dich mit Mitgefühl. Das macht dich emotional stabiler und beziehungsfähiger.
Mit dieser Haltung werden Beziehungen automatisch ruhiger. Weniger Drama, weniger Verletzungen – dafür mehr Nähe und echte Verbundenheit. Du sagst und hörst wieder öfter „Ich liebe dich“ und „Ich hab dich lieb“.